Erlebnispädagisches Projekt auf der „Rauen Alb"

Nunmehr seit vier Jahren heißt es für unsere Fünftklässler: „Drahtesel" packen und hinauf auf die Albhochfläche zum Helmut-Werner-Haus bei Undingen radeln. Eine Fahrstrecke von immerhin 20 km Länge und 400 Höhenmetern ist zu bewältigen.

Oben auf der Alb steht zwei Tage lang intensives Naturerlebnis auf dem Programm:

  • Baumklettern mit anschließendem Abseilen,

  • Schatzsuche nach leckeren „Silberbarren" (d.i. ein Orientierungsspiel zum Erlernen des Gebrauchs von Karte, Lageplan, Kompass),

  • abenteuerlicher, mit einer Augenbinde und barfuß zu bewältigender Tast-Parcours,

  • Nachtwanderung auf eine Burgruine im Wald mit Gespenstererzählung,

  • Radfahrt zum Kältepol Deutschlands

Die erlebnispädagogischen Aktivitätenmachen den meisten Kindern sehr viel Spaß.

Warum haben wir uns entschieden, mit möglichst allen fünften (ersatzweise geht's auch mit den sechsten) Klassen diesen „billigen" und recht anstrengenden zweitägigen Ausflug mit Selbstverpflegung und abschließendem Hausputz durchzuführen?

Wir wollen hiermit unseren Schülerinnen und Schülern bewusst eine Alternative zum modernen, bequemen und konsumorientierten Lebensstil anbieten.

Erlebnispädagogik auf der „Rauen Alb" heißt:

  • Wir lassen uns darauf ein pure Natur zu erleben. Wir verzichten auf den sonst üblichen Luxus und wollen daraus eine neue Erfahrung unserer eigenen Kraft und unserer eigenen Möglichkeiten schöpfen.

  • Wir erleben unsere Klassengemeinschaft neu und lernen besser miteinander auszukommen.

  • Wir erfahren, welches Verhalten notwendig ist, damit Menschen gemeinsam ein Ziel erreichen.

Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Projekt sind sehr positiv. Das Unternehmen hat sich als erzieherisch sinnvoll erwiesen: „Hier bringen wir Ihnen Ihre Kinder wieder - ein wenig erschöpft, aber sie haben etwas fürs Leben gelernt", so fasste Sport- und Techniklehrer Dieter Brenzel bei der Rückkehr gegenüber den abholenden Eltern treffend zusammen.

Wir hoffen, dass wir weiterhin dieses für unsere Schülerinnen und Schüler wertvolle Projekt durchführen können. Dazu sind aber nicht nur entsprechend sportlich gestählte Lehrerinnen und Lehrer nötig. Von den Eltern muss die Unternehmung ebenfalls mitgetragen werden: Wir brauchen einen Gepäckfahrdienst, Unterstützung bei einigen Besorgungen und die Bereitschaft der Eltern, ihre Kinder auch Anstrengungen auszusetzen, damit diese daran wachsen können.

Ein herzliches Dankeschön an alle Eltern, die bisher schon das Projekt unterstützt und mitgetragen haben.

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