Wildbienenhaus

Beginn des Projektes Schuljahr 95/97

Selbst etwas bewegen, aktive Pflege der Natur stehen im Mittelpunkt.
Wildbienen haben bei uns eine Lobby: Artenschutzprojekt Wildbienenhaus

Beim Bau des Bienenhauses  (zum Vergößern klicken)Im Frühjahr 1995 wurde im Rahmen von Projekttagen auch das Projekt „Bau von Nisthilfen für Insekten" angeboten. Schüler konnten hier die Lebensweise der Wildbienen und solitären Faltenwespen kennen lernen und verschiede Nisthilfen für den heimischen Garten bohren oder mit Schilfhalmen herstellen.

Aus dieser Gruppe kam der Wunsch, auch auf dem Gelände der Schule etwas für diese bedrohten Insekten zu tun.

Wie so ein Insektennisthaus aussehen könnte, konnten diese Schüler bei einem Besuch im Garten ihres Biologielehrers (Projektleiter) erkunden, danach war der Bau eines solchen großen Hauses für die Schüler beschlossene Sache.

Nun musste ein geeigneter Standort erkundet, Gemeindeverwaltung, Hausmeister, Schulleiter und Gesamtlehrerkonferenz informiert und um ihre Zustimmung gebeten und die Finanzierung (ca. 1200.- DM) sichergestellt werden, Als die Projekt-Anträge von WWF/AOK - „Jugend schützt Natur" und LG-Stiftung „Natur" positiv beschieden waren, waren die größten Hürden genommen, es konnte begonnen werden.

Arbeitsort sollte das Haus des Biolehrers sein, wo im Gegensatz zur Schule alle nötigen Geräte vorhanden waren, von den Bohrmaschinen über die Kreissäge bis hin zur Kettensäge.

Eine kleine Gruppe von 5 Schülern der Klassenstufe 6 und 7 hatte sich samstags zum vereinbarten Zeitpunkt am Abfahrtsort eingefunden, eine ebenso große Zahl hatte verschlafen oder den Termin vergessen.

Doch es sollte sich herausstellen, dass diese 5 jungen Schüler einen bewundernswerten Arbeitswillen hatten und ganz engagiert zupackten. So war es nicht notwendig und auch nicht angebracht die Gruppe später noch zu vergrößern.Das Hotel zur wilden Biene (zum Vergrößern klicken)

Einige Samstage waren nun mit der Arbeit am Wildbienenhaus ausgebucht, mussten Ausschlafen und Sportveranstaltungen zurückstehen.

Arbeitsgänge:

  • Zwei halbierte Eichenstämme wurden besorgt,

  • entrindet,

  • ca. 2000 Löcher mit einem Durchmesser von 3- 10 mm wurden jeweils in Bohrerlänge in die Eichenhälften getrieben.

  • Die Stämme wurden für das Anbringen des Dachbalkens in entsprechender Größe ausgesägt.

  • Eine Dachkonstruktion und das Dach wurden gebaut.

  • Das Fundament wurde errichtet,

  • Stammhälften und Dach aufgestellt,

  • Tonkästen und Beobachtungskästen wurden eingesetzt

Es ist geschafft, am 20. Juni 1996 konnte das Wildbienenhaus der Schulgemeinschaft übergeben werden.

Zitat Lohmüller: „Diesen Insekten beim Polleneintragen, beim Mörteln des Nestverschlusses zuzusehen, die Nase fast am Nistgang, die anfliegenden Insekten um sich, ist einfach ein Naturerlebnis besonderer Art."

Ansprechpartner: Herr Lohmüller